Meniskusnaht

Die Meniskusnaht erhält den eigenen Meniskus und schützt den Knorpel vor vorzeitigem Verschleiß.

Wann wird der Meniskus genäht?

  • Frischer Riss im gut durchbluteten Bereich (Rot-Zone)
  • Längsriss oder Bucket-Handle-Riss
  • Wurzelriss am hinteren Horn
  • Junger, aktiver Patient
  • Intakter Knorpel (keine fortgeschrittene Arthrose)

Die Operation

Die Meniskusnaht wird arthroskopisch durchgeführt. Über kleine Hautschnitte wird der Meniskus mit speziellen Nähten oder Ankern wieder an der Kapsel befestigt.

Schematische Darstellung: Schienbeinkopf von oben mit genähtem Meniskusriss – feine Nähte verschließen den Längsriss
Schematische Darstellung – Prinzip der Meniskusnaht: Der Längsriss wird mit feinen Nähten (hervorgehoben) adaptiert – der Meniskus bleibt vollständig erhalten.

Dauer

Etwa 45–60 Minuten

Anästhesie

Spinal- oder Vollnarkose

Zugang

Arthroskopisch, minimal-invasiv

Aufenthalt

Ambulant oder 1 Nacht stationär

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Rehabilitation

1

0–2 Wochen

Teilbelastung mit Orthese, Streckung bis 0°

2

2–6 Wochen

Schrittweise Belastungssteigerung, Physiotherapie

3

6–12 Wochen

Vollbelastung, Radfahren, Schwimmen

4

3–6 Monate

Return-to-Sport je nach Heilung

Heilung und Nachbehandlung

Ob eine Meniskusnaht heilt, hängt unter anderem von Rissform, Risslage, Gewebequalität und Begleitverletzungen ab. Ebenso wichtig ist, Belastungs- und Bewegungsvorgaben während der Nachbehandlung einzuhalten. Eine sichere Heilung lässt sich nicht garantieren.

Ziel ist, möglichst viel funktionsfähiges Meniskusgewebe zu erhalten. Bei Wurzelrissen gelten häufig andere Schutz- und Belastungsvorgaben als bei einfachen Längsrissen.