Kinematische Ausrichtung
Kinematisches Alignment richtet die Prothese stärker an der individuellen Anatomie des Patienten aus. Ob dieses Konzept im Einzelfall sinnvoll ist, wird individuell entschieden.
Was ist kinematisches Alignment?
Traditionell werden Knieprothesen nach einer standardisierten, mechanischen Achse ausgerichtet. Die kinematische Ausrichtung berücksichtigt dagegen die individuelle Anatomie jedes Patienten. Die Prothese wird entlang der natürlichen Bewegungsachse des Knies positioniert.
Das Ziel ist, die natürliche Gelenklinie und Bandspannung möglichst zu erhalten. Sowohl die mechanische als auch die kinematische Ausrichtung können gute Ergebnisse erzielen; ein genereller Vorteil bei Funktion, Zufriedenheit oder Haltbarkeit ist nach aktueller Datenlage nicht für alle Patienten belegt.
Ziele des Konzepts
Individuelle Gelenklinie
Die Prothese folgt der persönlichen Anatomie statt einer standardisierten Achse
Bandbalance
Möglichst wenig Weichteil-Release, da die natürliche Bandspannung respektiert wird
Natürlicheres Bewegungsgefühl
Ein Ziel des Konzepts – individuell unterschiedlich und nicht garantiert
Sorgfältige Auswahl
Nicht jede Anatomie eignet sich; Grenzen der Korrektur werden vorab geplant (z. B. CPAK)
Für wen geeignet?
- Patienten mit moderater, konstitutioneller Varus- oder Valgusachse
- Patienten mit ausgeprägter individueller Anatomie
- Patienten, bei denen die Planung (z. B. CPAK-Klassifikation) keine Kontraindikation zeigt
- Die Entscheidung fällt individuell im Beratungsgespräch
Mein Schwerpunkt
Kinematisches Alignment und robotik-assistierte Knieendoprothetik sind Schwerpunkte meiner Arbeit.
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