Kreuzbandrekonstruktion (ACL)

Die arthroskopische Kreuzbandrekonstruktion ist der Goldstandard bei komplettem vorderem Kreuzbandriss. Sie ermöglicht die Rückkehr in den Sport.

Wann wird operiert?

  • Kompletter ACL-Riss bei sportlich aktiven Patienten
  • Instabilität im Alltag (Wegknicken, Nachgeben)
  • Kombination mit Meniskusriss (insb. Bucket-Handle)
  • Wunsch nach Rückkehr in Richtungswechsel-Sportarten
  • Versagen der konservativen Therapie

Die Operation

Bei der arthroskopischen Kreuzbandrekonstruktion wird das gerissene Band durch ein eigenes Sehnentransplantat ersetzt. Der Eingriff erfolgt über kleine Hautschnitte mit dem Gelenkspiegel.

Dauer

Etwa 60–90 Minuten

Anästhesie

Vollnarkose oder Spinalanästhesie

Zugang

Arthroskopisch, minimal-invasiv

Aufenthalt

Ambulant oder 1 Nacht stationär

Transplantatwahl

Patellarsehne

Goldstandard, feste Verankerung, schnelle Integration

Hamstrings

Kleinere Narbe, weniger Kniescheibenschmerzen

Quadrizepssehne

Dicke Sehne, gute Option bei Revision

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In einem persönlichen Gespräch besprechen wir die beste Behandlungsoption.

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Rehabilitation

1

0–2 Wochen

Schonung, Vollbelastung mit Orthese, Streckung bis 0°

2

2–6 Wochen

Physiotherapie, Beugung bis 90°, Krafttraining

3

3–6 Monate

Laufen, Radfahren, Kraft- und Stabilitätstraining

4

9–12 Monate

Return-to-Sport nach sportmedizinischer Abklärung

Ergebnisse

Über 85 % der Patienten kehren nach ACL-Rekonstruktion zu ihrem vorherigen Sportniveau zurück. Die Kombination mit einer extraartikulären Tenodese (LET) kann die Re-Riss-Rate bei bestimmten Patientengruppen senken.

Eine strukturierte Rehabilitation und kontrollierte Return-to-Sport-Tests sind entscheidend für den Erfolg.